Gunter Damisch
Pinkfeldweltklang, 2012/2013
Öl auf Leinwand
70 x 50 cm
Signiert und datiert

SEPTEMBER AUSSTELLUNG contemporary

Österreichische Kunst nach 1945

11. bis 23. September 2017

Erneut zeigt die Galerie Kovacek & Zetter aufgrund ihres verstärkten Engagements für moderne und zeitgenössische Kunst in der ersten Herbstausstellung ausschließlich Kunst nach 1945. Der Fokus liegt einerseits auf wichtigen und unterschiedlichen künstlerischen Positionen der Nachkriegsjahre, wie auch auf aktuellen Arbeiten von noch nie in der Galerie gezeigten Künstlern.

Mit einem großen Namen der österreichischen Kunstgeschichte, Markus Prachensky, wird die September Ausstellung eröffnet. Das Bild „Rouge sur blanc – St. Stephan“ entstand im Jahr 1960, im Zuge seiner berühmten Malaktion in der Galerie nächst St. Stephan, wo er ein, damals von Kritik und Medien sehr kontroversiell diskutiertes, 10 Meter breites und 2,80 Meter hohes Bild schuf, das heute dem Lentos Kunstmuseum Linz gehört. Die Arbeiten, die er damals malte, zählen heute zu seinen wichtigsten Werken. Radikal setzte er tachistische und gestische Gestaltungsprinzipien ein, die absolute Konzentration auf die Farbe Rot sollte für ihn wegweisend werden.

In der Ausstellung werden auch Werke von Erwin Wurm, der heute als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler weltweit gilt, präsentiert. Mit über acht Museumsausstellungen weltweit nur im Jahr 2017 und seiner viel beachteten Biennale Beteiligung für Österreich ist er dieses Jahr ungemein präsent. Erwin Wurm hat seit über dreißig Jahren ein Werk geschaffen, das den klassischen Begriff von „Skulptur“ stetig neu definiert. Mit seinen berühmten „One Minute Sculptures“, die auch heuer bei der Biennale Thema sind, wird der vom Künstler angeleitete Betrachter integrativer Bestandteil des Kunstwerks.

Zu sehen sind verschiedene Arbeiten, die seine radikal-innovative Gestaltung exemplarisch vor Augen führen.

Mit Eduard Angeli, dem dieses Jahr anlässlich seines 75. Geburtstages eine große Retrospektive in der Albertina Wien gewidmet war, ist ein weiterer wichtiger österreichischer Maler, der heute am Zenit seines Schaffens steht, in der Ausstellung vertreten. Die Konzentration liegt hierbei auf den meditativen, menschenleeren und poetischen Bildern seiner Wahlheimat Venedig, die in ihrer Reduktion von Farbe und Inhalt beeindrucken.

Auch Jakob Gasteiger, der Meister der monochromen Farbräume, dessen Bilder sich zwischen Malerei und dreidimensionaler Gestaltung bewegen, ist erstmals mit vier interessanten Werken zu sehen.

Zuletzt sei noch Alexandra Deutsch erwähnt, eine bekannte deutsche Künstlerin, der es gelingt, mit ihren vegetativen Skulpturen aus geschöpftem Papier in leuchtenden Farben eine faszinierende Welt zu kreieren.

Zur Ausstellung erscheint ein umfassender Katalog.