ARIK BRAUER. ANTON LEHMDEN
Galerie Kovacek & Zetter
14. April bis 16. Mai 2026
Stallburggasse 2, 1010 Wien, Tel.: +43/1/5128636
Nachdem wir 2023 die Ehre hatten, gemeinsam mit der Familie die erste Ausstellung nach dem Ableben von Arik Brauer in unserer Galerie zu organisieren, können wir nun drei Jahre später abermals diesen großartigen Künstler mit einer Ausstellung ehren. Diesmal ist es uns gelungen in Kooperation mit den Nachkommen Anton Lehmdens die erste Gemeinschaftsausstellung dieser beiden Vertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus auf die Beine zu stellen. Noch nie war eine Werkschau ausschließlich dem Werk dieser beiden Ausnahmekünstler gewidmet, gemeinsam waren sie bisher nur in großen Gruppenausstellungen zu sehen. Der Phantastische Realismus gehört zu den auch international bedeutendsten Strömungen der österreichischen Kunst nach 1945.
Arik Brauer und Anton Lehmden verkörpern zwei äußerst unterschiedliche Ausprägungen dieser wienerischen Variante und Neuinterpretation des französischen Surrealismus. Während Brauer vielfach biblische und in der jüdischen Geschichte verankerte Themen in seinem detailreichen, narrativen Stil, in bunten Farben neu und sehr eigenständig interpretiert, sind die Arbeiten Anton Lehmdens farbig zurückhaltender und mit zartem Strich grafischer gestaltet. Jeder der beiden Künstler hat einen unverkennbaren, eigenständigen Stil entwickelt, was die Gegenüberstellung umso reizvoller macht.
Es werden 13 Ölbilder und 16 Papierarbeiten und verschiedene Druckgrafiken von Arik Brauer und 26 Papierarbeiten und 9 teilweise großformatige Öl- und Temperabilder von Anton Lehmden zu sehen und zu erwerben sein. Darunter „Vogelflug“ von 1981/1982, das ursprünglich im Casino Linz Herzstück einer Auftragsarbeit war und später vom Künstler rückerworben und 2016/2017 vom Künstler überarbeitet wurde. Die Werke Anton Lehmdens stammen größtenteils aus dem Nachlass des Künstlers und dem Lehmden-Museum in Deutschkreutz. Auch die Familie Brauer hat einiges aus dem Nachlass für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt, ergänzt um bedeutende Werke aus wichtigen Privatsammlungen aus Österreich und Deutschland.
Bei der Eröffnung der Ausstellung dürfen wir uns auf eine Ansprache der beiden Töchter der Künstler, Timna Brauer und Barbara Lehmden, freuen. Die Enkelin von Arik Brauer und bekannte Musikerin, Jasmin Meiri, sorgt für den musikalischen Rahmen.
Zur Ausstellung erscheinen zwei umfangreiche Kataloge.
ANSELM GLÜCK - die gunst der stunde
Galerie Kovacek & Zetter Plankengasse
20. Mai bis 20. Juni 2026
Plankengasse 5, 1010 Wien, Tel.: +43/1/4230110
Wir freuen uns, Sie zur Ausstellung anselm glück – die gunst der stunde in die Galerie in der Plankengasse einzuladen.
Seit 22 Jahren dürfen wir den bekannten österreichischen Maler und Schriftsteller anselm glück in unserer Galerie vertreten, dies ist bereits die siebente Soloausstellung mit ihm. Vielen Dank Dir, anselm, für die jahrelange freundschaftliche, gute und inspirierende Zusammenarbeit!
anselm glück zählt heute zu den wichtigsten Zeitgenossen unseres Landes, für sein malerisches und literarisches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und seine Arbeiten befinden sich unter anderem in der Albertina Modern, dem Lentos Kunstmuseum in Linz oder der STRABAG Artcollection.
Seine Bilder oszillieren zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen Vertrautem und Erfundenem, zwischen Poesie und Realität. Die bunten Leinwände sind von schwebenden, über die Bildfläche verteilten Formgebilden durchzogen, die auf den ersten Blick positiv stimmen. Doch bei genauerer Betrachtung lassen die vordergründig humorvollen, menschlichen Wesen, Tiere oder Häuser Dissonanzen erkennen.
Aus einer gestisch und impulsiv aufgetragenen Malschicht schälen sich die grafisch konnotierten Wesen und Gegenstände heraus. Ihre bunte Koloristik, die nur durch die zuletzt aufgetragene weiße Malschicht durchbrochen und kontrastiert wird, verleiht ihnen die charakteristische, (vordergründig) positive Grundstimmung, die seinen Werken immanent ist.
Die „gunst der stunde“ ist eine neue Serie, in den Jahren 2024 bis 2026 entstanden, in der anselm glück seinen malerischen Prinzipien im Grunde treu bleibt. Doch sind die Werke noch lebendiger, bunter und flirrender geworden – der Blick auf die dahinter liegende Malschicht tritt deutlicher zutage.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher, wissenschaftlich recherchierter Katalog.