MODERN & CONTEMPORARY Frühling 2024

Die Märzausstellung der Galerie ist wie gewohnt schwerpunktmäßig der Kunst nach 1945 und heuer verstärkt zeitgenössischer Kunst gewidmet. So ist die „Gruppe St. Stephan“ mit Markus Prachensky, Wolfgang Hollegha und Josef Mikl ebenso vertreten wie die Maler der „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ mit Anton Lehmden, und nach der großen Einzelausstellung in der Galerie im Herbst 2023, auch Arik Brauer mit dem wunderbaren frühen Werk „Mädchen mit den Puffärmeln“ von 1968.

Die Neuen Wilden der 1980er Jahre, deren Protagonisten heute zu den etabliertesten Künstlern unseres Landes zählen, sind mit Bildern von Gunter Damisch und Hubert Scheibl vertreten, dessen aktuellste Serie „Falling“ in ihrer Dynamik fasziniert.

Im skulpturalen Bereich sind „Der Schreitende“ von Joannis Avramidis aus den 1960er Jahren hervorzuheben, der mit einer Höhe von 170 cm zu beeindrucken versteht. Von Erwin Wurm werden neben der Handtasche auf langen Beinen „… Waiting“ aus Carrara Marmor und „Squirt“, eine Wärmeflasche mit Füßen als Eisenguss, „Avatar pre-departing“, die ikonische Knackwurst aus 2020, die Sammler erfreuen. Ergänzt wird das Angebot noch durch Skulpturen aus Muranoglas von Tony Cragg und Kiki Kogelink und den zarten Edelstahlskulpturen von Barbara Szüts. Erst kürzlich wurde eine ihrer Arbeiten in die Sammlung der Albertina, Wien, aufgenommen.

Die Natur ist in der Kunst schon immer ein wichtiges Thema gewesen und ihre Rezeption erfolgt auf durchaus unterschiedliche Art und Weise. Gezeigt werden die hyperrealistischen Vanitas-Motive des italienischen Künstlerduos Casagrande & Recalcati, eben so wie die botanischen Weltgesellschaften von Karin Pliem. Alfredo Barsuglia stellt mit seinen surrealen Assoziationsräumen unsere Wahrnehmung auf die Probe, wie es auch Lukas Janitsch mit seinen detailreich gemalten Vögeln und Fischen tut. In eine Welt der unbegrenzten Möglichkeiten entführt uns Beni Altmüller  mit seinen weiten Landschaften voll dramatischer Perspektiven. Auch der große Max Weiler reiht sich mit seinen lyrisch-philosophischen Natursymphonien hier thematisch ein.

Weiteres wichtiges Thema in der Malerei ist seit jeher auch der Mensch. Die fotorealistisch gemalten Kinder von Gottfried Helnwein haben schon in der großen Albertina-Ausstellung, die bis Anfang Februar zu sehen war, zu faszinieren verstanden. „Head of a Child (Mollie)“ ist eines der Highlights der Frühjahrsausstellung bei Kovacek & Zetter. Der afrikanische Künstler Idowu Oluwaseun wird in der Werkserie „FACELESS MINORITY“ zum Sprachrohr eines ganzen Kontinents. Weitere durchaus unterschiedliche Positionen zeigen Arbeiten von Mercedes Helnwein, Xenia Hausner, Ingrid Brandstetter und Maria Lassnig mit ihren „Body-Awareness“-Bildern.

Wie gewohnt erscheint zur Ausstellung ein sorgfältig recherchierter, umfangreicher Katalog.

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