Gottfried Helnwein

(Wien 1948)

Biografie

Gottfried Helnwein

Gottfried Helnwein zählt zu den bekanntesten, aber auch umstrittensten zeitgenössischen Künstlern Österreichs. Bekannt wurde er durch seine hyperrealistischen Bilder von blutenden und bandagierten Kindern. In seinem gesamten Schaffen setzt er sich mit den Themen Schmerz, Verletzung und Gewalt auseinander, und berührt dabei auch gesellschaftliche Tabu- und Reizthemen.
Geboren 1948 in Wien, besuchte er ab 1965 gemeinsam mit seinem Freund Manfred Deix die Höhere Graphische Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, und studierte ab 1969 an der Akademie der bildenden Künste. In den Folgejahren polarisierte er mit Ausstellungen, Interviews und öffentlichen Aktionen mit Kindern als Protagonisten.

1985 wurde er von Rudolf Hausner als sein Nachfolger der Meisterklasse für Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien vorgeschlagen. Er lehnte das Angebot ab und übersiedelte mit seiner Familie nach Deutschland. Seit 1997 lebt und arbeitet der Künstler in Tipperary, Irland, seit 2002 betreibt er auch ein Atelier in Los Angeles.

Gottfried Helnweins Ausstellungen verzeichnen immer wieder Publikumsrekorde. So waren seine Werke in zahlreichen großen amerikanischen Museen, wie der National Portrait Gallery in Washington, dem Denver Art Museum oder dem Fine Arts Museum of San Francisco zu sehen, aber auch mehrfach in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Russland, Japan, Südkorea, China, Kolumbien, Serbien, Finnland und Irland. Nach der großen Retrospektive in der Albertina Wien, 2013, widmet ihm das Haus vom 25. Oktober 2023 bis 18. Februar 2024 eine weitere große Werkschau.

Bilder des Künstlers befinden sich in zahlreichen Museumssammlungen – wie im J. Paul Getty Museum in Los Angeles, in der National Portrait Gallery in Washington oder im Denver Art Museum, in der Albertina in Wien, im Museum Folkwang in Essen, im ZKM in Karlsruhe – sowie in privaten Kollektionen weltweit; darunter viele prominente wie jene von Andrew Lloyd Webber, Ben Kingsley, Arnold Schwarzenegger, Sean Penn, Nicolas Cage, Alice Schwarzer, Marilyn Manson, Reinhold Messner und von Marius Müller-Westernhagen.

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